10 Gründe fürs Boxen – Warum Boxen so gesund ist

Gründe für Boxen - Boxtraining im TeamBoxen ist eine sehr komplette und umfassende Sportart, die auf vielfältige Art den gesamten Körper trainiert. Boxen hat gleichzeitig allerdings auch eine starke mentale Komponente, die oftmals auf den ersten Blick vergessen oder zumindest unterschätzt wird. Durch das Boxen trainiert man also quasi Geist und Körper gleichermaßen und das macht diese Sportart so attraktiv und empfehlenswert für praktisch jedes Alter und beide Geschlechter.

Butter bei die Fische: Was sind die einzelnen Punkte, die Boxen so attraktiv machen? Hier die ultimative Liste der 10 Gründe mit dem Boxen anzufangen:

1. Boxen ist ein fairer Sport mit klaren Regeln

Boxen ist alles andere als eine „Haudrauf“ Veranstaltung. Auch wenn oft der Eindruck vermittelt wird, Boxer seien überaggressive Gesellen, die sich gern prügeln und raufen, sieht die Realität ganz anders aus. Denn Boxen ist ein Wettkampf innerhalb strikter und klarer Regeln, an die sich die Kontrahenten auch halten. Während das Foul im Fußball praktisch an der Tagesordnung ist und selbst die klarste Blutgrätsche schon mal gern Diskussionen nach sich zieht, ist das beim Boxen eigentlich undenkbar. Die Regeln sind sehr strikt und werden auch eingehalten. Der Schlag unter die Gürtellinie ist ebenso verboten und verpönt wie das Schlagen eines am Boden liegenden Gegners. Salopp ausgedrückt: Natürlich geht es beim Boxen darum den Gegner eins auf die Birne zu geben  – jedoch ist auch der gegenseitige Respekt ein sehr wichtiger Bestandteil des Wettkampfes. Diese Wertschätzung des Gegners ist eine immens bedeutende Komponente des Sports und macht das Boxen aus.

2. Boxen ist perfekt um den eigenen Körper in Form zu bringen

Kaum eine Sportart wirkt so gut als Ganzkörpertraining wie das Boxen. Damit ist bei weitem nicht nur der reine Wettkampf gemeint, denn bereits das Training ist eine optimale Art um Muskeln und Kraft aufzubauen, die Gesamtfitness zu steigern (s. nächster Punkt) und die Koordination zu verbessern. Schaut man sich einen trainierten Boxer an, wird relativ schnell klar: Ein guter Boxer ist immer auch ein durchtrainierter und fitter Mensch. Natürlich wird man nach 2 Monaten Boxen nicht aussehen wie die Klitschkos, aber das Boxen und das Boxtraining ist eine sehr intensive Form des Workouts und optimal, um das ein oder andere Kilo zu verlieren und fitter zu werden.

Dieser Punkt ist auch besonders wichtig für alle, die genau das als Ziel haben: Fitness und Bewegung. Vielen Boxbegeisterten in den Vereinen geht es gar nicht in erster Linie um den Wettkampf. Sie wollen vielleicht gar nicht im Ring stehen und das ist auch vollkommen in Ordnung. Denn alleine das Training, die Arbeit am Boxsack, die Übungseinheiten mit dem Trainer an den Bratzen und die vielen anderen Workouts und Übungen sind schon ein Gewinn für die eigene Gesundheit und das Wohlbefinden und Grund genug mit dem Boxen anzufangen.

3. Boxen ist ein Super Ausdauertraining

Wer schon mal ein paar Minuten Seilspringen gemacht hat, weiß wie schweißtreibend das ist. Vorweg gesagt: Seilspringen ist nicht für jeden sofort empfehlenswert (je nach Gewicht, kann für die Gelenke nicht ganz das Richtige sein), gilt aber als gute und sehr beliebte Aufwärmübung für Boxer. Davon abgesehen, ist Boxen wie oben bereits erwähnt ein perfektes Fitness Workout. Bei 30 Minuten Boxen verbraucht man etwa 400 kcal und das will schon was heißen. Dieser Wert ist natürlich nur ein Mittelwert gerechnet für einen 35 Jahre alten Mann mit 180 cm Größe und 75 kg. Aber es zeigt sich schon recht deutlich, dass Boxen optimal geeignet ist um Ausdauer und Fitness zu steigern.

4. Boxen fördert den Abbau von Streß und Aggressionen und sorgt für mehr Ausgeglichenheit

Selbst der augenscheinlich ruhigste und sanfteste Mensch spürt sie manchmal: Negative Gefühle, Gereiztheit, Übellaunigkeit und die Vielzahl anderer Missstimmungen, die uns des Öfteren plagen. Gerade in der heutigen oft hektischen Zeit ist es ein Problem, das viele kennen. Und es liegt ja auch auf der Hand, denn der moderne Mensch ist heute praktisch gegen seine Natur oft gezwungen z.B. mehrere Stunden am Tag sitzend und ohne größere Bewegung zu verbringen. Dafür ist der Mensch im Prinzip nicht geschaffen. Unsere Vorfahren waren es gewohnt jeden Tag beispielsweise 20 km oder sogar mehr zu laufen. Daran ist heute kaum zu denken und viele laufen sogar im Schnitt deutlich unter 5 km pro Tag. Dann hilft nur eins wirklich zuverlässig: Bewegung, Sport, Auspowern. Und kaum ein Training wirkt in dieser Beziehung so gut wie das Boxen.  Ein intensives Training am Boxsack, wirkt wie eine elektrische Entladung von überschüssiger Spannung. Mit einem Mal sind die ganzen negativen Empfindungen wie weggeblasen und der Kopf wird frei. Viele Menschen, die mit dem Boxen angefangen haben, berichten von genau dieser „mentalen Reinigung“, die mit dem Boxen und dem Boxtraining einhergeht. Nach dem Training fühlt man sich beseelt und befreit und wenn man regelmäßig am Ball bleibt, ist es ohne weiteres Möglich diese Ausgeglichenheit auch in den Alltag hinüber zu transportieren. Nicht umsonst werden Boxer „privat“ eher als sanft und ruhig bzw. Ruhe ausstrahlend gesehen.

5. Boxen steigert das Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen

Dass Sport im Allgemeinen einen positiven Einfluss auf das Selbstbewusstsein hat, ist sicher nichts Neues und weithin bekannt.  Das gilt natürlich auch und besonders für das Boxen. Die durch Trainingsfortschritt oder gar im Wettkampf erzielten Erfolgserlebnisse verschaffen ein gutes Gefühl, aber es geht beim Boxen sogar noch etwas darüber hinaus.  Boxen ist eine Kampfsportart und der Kampf bzw. der faire Wettkampf innerhalb klar definierter Regeln hat immer auch eine Selbstbehauptungskomponente. Es geht letztlich beim Wettkampf natürlich auch darum zu gewinnen, sich durchzusetzen und fair den Gegner zu besiegen. Dieses Durchsetzungsvermögen im Ring, nimmt man ein Stückweit auch in die „normale“ Welt mit und es steigert potentiell das eigene Selbstvertrauen. Bedenkt man, dass beim Boxen die Gewichtsklasse bestimmt, gegen welchen Gegner man antritt, wird noch deutlicher welche Philosophie dahintersteckt und wie man davon profitieren kann. Das Motto lautet also : Jeder hat die Chance mit Fleiß, Anstrengung und dem Willen bzw. der mentalen Stärke zu siegen und Erfolge einzufahren. Das stärkt ungemein das Selbstwertgefühl. Derjenige, der im Leben vielleicht schon mal unfaire Momente erlebt hat, kann durch das Boxen lernen, dass Anstrengung sich lohnt und jeder eine mehr als faire Chance bekommt.

Und auch abseits vom Wettkampf, alleine durch das Training und das Erlernen von Boxkampftechniken gibt es Impulse für das eigene Selbst. Das körperlich intensive Training hat auch Auswirkungen auf den Kopf. Davon berichten viele Hobbyboxer und Mitglieder in den Boxvereinen. Anders als bei Ballsportarten, wo es stark um die Beherrschung des Spielgerätes also des Balles geht, steht beim Boxen der eigene Körper absolut im Fokus.

6. Boxen hilft beim Meistern von Niederlagen

Natürlich ist auch beim Boxen nicht immer alles perfekt. Und natürlich gibt es auch Trainingstage, an denen nichts zusammenläuft und man sich einfach nicht gut fühlt. Und es gibt die klaren Niederlagen im Wettkampf oder beim Sparring. Dass niemand gerne verliert und eine Niederlage einsteckt, liegt auf der Hand. Aber klar ist auch, dass man nicht immer gewinnen kann. Es gibt Tage, an denen der andere einfach besser war. Diese negativen Erlebnisse in eine positive Erfahrung umzumünzen, damit fertig zu werden und weiter zu machen: Das ist eine wichtige Lektion des Boxens. Es ist eben keine Schande unter fairen Bedingungen besiegt worden zu sein und sich einzugestehen, dass der Gegner schneller und stärker war oder über eine bessere Schlagtechnik verfügte. Daraus die richtigen Schlüsse zu ziehen und die Motivation zu entwickeln besser zu werden – das macht das Boxen aus.

7. Boxen ist kein teurer Sport

Zum Boxen braucht man keine besonders teure Ausrüstung oder sonstiges Equipment. Beim Schnuppern oder Probetraining in einem Boxverein benötigt man streng genommen lediglich „gewöhnliche“ Sportklammotten also Turnschuhe, T-Shirt und Sporthose. Damit kann man bereits viele anfängliche Übungen absolvieren so z.B. die Grundstellung, die Beinarbeit, Grundschläge etc. Natürlich auch Aufwärmtraining, Stretching, Kondition, usw.
Hat man sich dann entschieden dem Boxen eine Chance zu geben und das Boxtraining regelmäßig zu absolvieren, sollte man sich mindestens Boxhandschuhe (evtl. Trainingshandschuhe) und ein Springseil anschaffen. Sinnvoll sind ebenfalls Boxbandagen, um die Hand zu fixieren. Möchte man nach einiger Zeit auch leichtes Sparring machen, sollte man dringend auch an den Mundschutz und Kopfschutz achten, wobei letzteres oft auch in den Boxvereinen vorrätig ist.
Selbstverständlich gibt es darüber hinaus weitere mehr oder weniger sinnvolle Ausrüstung, über deren Anschaffung man mit der Zeit nachdenken kann (z.B. Boxstiefel). Aber zumindest für den Anfang halten sich die Ausgaben sehr in Grenzen, so dass praktisch jeder mit dem Boxen anfangen kann.

8. Boxen ist gut geeignet für Kinder und Jugendliche

Boxtechniken, Training und in Maßen auch Wettkampf ist beim Boxen auch sehr gut für Kinder und Jugendliche geeignet. Wie oben bereits beschrieben, wird durch das Boxen auch die mentale Kraft trainiert und geformt. Das ist für Kinder besonders wichtig. Disziplin, Durchhaltevermögen, aber auch der Respekt vor dem Gegner sind sehr wichtige Aspekte, die sich positiv auf die Kinder auswirken. Hinzu kommt, dass Boxen und das Training im Verein die Gruppe schnell und nachhaltig zusammenschweißt und Brücken baut. Das gilt für Kulturen, für Herkunft oder auch finanzieller Backround der Kinder. All das spielt beim Boxen keine Rolle und bringt alle gleichwertig zusammen.

9. Boxen dient der Selbstverteidigung

Boxen ist von der grundsätzlichen Ausgangslage keine „Selbstverteidigungssportart“. Hier denken viele an Kampfkünste wie Ju-Jutsu oder Karate. Aber auch diese Sportarten dienen nicht in erster Linie zur Selbstverteidigung „auf der Straße“. Darum geht es beim Kampfsport einfach nicht. Was die Techniken zur Verteidigung in einer Notsituation angeht, gehen die Meinungen, was das Boxen angeht weit auseinander. Nichts desto trotz sind die Kraft, Reaktionsschnelligkeit und die Schlagtechnik Aspekte, die in einer brenzligen Situation durchaus hilfreich sein können.

10. Man ist nie zu alt fürs Boxen

Es gibt praktisch keine wirkliche Altersgrenze, um mit dem Boxen anzufangen. Natürlich muss man ein Mindestmaß an Beweglichkeit mitbringen, aber ansonsten spricht überhaupt nichts dagegen auch im fortgeschrittenen Alter in einem Boxverein reinzuschnuppern. Das Training ist sehr variabel und lässt sich ohne Probleme an jede Alters- und Beweglichkeitsstufe anpassen. Nicht jeder muss außerdem zwingend in den Ring steigen und tatsächlich in den Wettkampf einsteigen. Für viele steht die Fitness, die Kondition, das Auspowern und das gemeinsame Training im Vordergrund und das ist weitestgehend unabhängig vom Alter.


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