Aufwärtshaken: Der Uppercut

Mit dem Aufwärtshaken hat man insbesondere in der Nahdistanz eine effektive Schlagtechnik, mit der man den Gegner im wahrsten Sinne des Wortes überraschen kann. Im Boxen hat sich im Allgemeinen für den Begriff Aufwärtshaken auch der englische Ausdruck Uppercut eingebürgert.

Aufwärtshaken perfekt für den Infight

Der Aufwärtshaken als schneller und explosiver Schlag hat insbesondere ein Ziel: Das Kinn des Gegners. Überhaupt ist das Kinn als markante Stelle eine besonders anfällige Position. Und genau hier setzt der Uppercut an. Nicht umsonst wird er häufig als Kinnhaken bezeichnet. Der Aufwärtshaken kann sowohl mit der Führhand als auch mit der Schlaghand ausgeführt werden. Meistens wird er allerdings mit der Schlaghand geschlagen. Dabei lässt man die Hand etwa auf Höhe des Gürtels fallen, lässt den Arm angewinkelt und schlägt mit einer schnellen Bewegung nach oben einen Haken. Optimalerweise sollten die Füsse der jeweiligen Uppercut-Seite entsprechend nach Innen gedreht werden und die Beine durchgebeugt werden. Damit bringt man weitaus mehr Power in den Aufwärtshaken und nur so entfaltet dieser Schlag seine volle Wirkung. Zudem schlägt man auf diese Weise „aus der Hüfte“ und nutzt die natürliche Hebelwirkung optimal aus. Der Aufwärtshaken hat dann bildlich gesehen die klassische Hakenform.

Der Uppercut eignet sich besonders für den Infight also in der Nahdistanz. In der Halbdistanz ist der Schlag einfach nicht effektiv genug, denn die Trefferquote ist zu niedrig. Insbesondere bei Gegnern die immer wieder die Nahdistanz suchen ist der Uppercut ein wirksames Mittel. Natürlich kann man mit dem Aufwärtshaken nicht nur das Kinn des Gegners treffen. Im Trubel des Infights ist der gesamte Kopf ein gutes Ziel.

Beim Uppercut besonders auf Deckung achten

Da die Hand relativ stark nach unten geführt werden muss, ist die Deckung entsprechend offen. Das ist natürlich seinerseits eine Einladung für den Gegner. Hier gilt die Devise „Eine Hand immer am Kinn“ – das heißt die Deckung ist extrem wichtig. Auch sollte der Aufwärtshaken möglichst schnell und flüssig ausgeführt werden. Auch sollte man nicht zu weit ausholen, sonst ist der Weg und die Zeit einfach zu lang. Damit verhindert man möglichst, dass der Gegner den Schlag „lesen“, also vorausahnt und entsprechend beim Fallen der Deckung kontert.

Nicht zu verwechseln ist der Aufwärtshaken mit dem klassischen Haken bzw. Seitwärtshaken.


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